Golfregeln und Etikette für Anfänger 0 % gelesen

Golfregeln und Etikette für Anfänger

Für Golfanfänger gilt: Den Ball grundsätzlich spielen, wie er liegt, und den Platz so, wie er vorgefunden wird – außer eine Golfregel erlaubt oder verlangt etwas anderes. Golfregeln bestimmen unter anderem Zugreihenfolge, Erleichterung und Strafschläge; Golfetikette bedeutet, sicher, zügig und rücksichtsvoll zu spielen und den Platz zu schonen. Bei einem verlorenen Ball, einem Ball im Aus oder im Strafraum entscheidet der Ballstatus über das weitere Vorgehen.

Orientierung für die erste Golfrunde

Welche Regel oder Verhaltensweise gilt jetzt?

Prüfen Sie zuerst den Ballstatus und die Spielform. Die folgenden Fälle verbinden die Regelentscheidung mit dem richtigen Verhalten gegenüber anderen Spielern.

Golfregeln · Ball und Schlag

Ball liegt regulär auf dem Platz
Grundsätzlich von seiner Lage spielen; Erleichterung nur nach einer anwendbaren Regel.
Ball verloren oder im Aus
In der Regel Schlag und Distanzverlust: ein Strafschlag und von der vorherigen Stelle erneut spielen; bei Verdacht rechtzeitig einen provisorischen Ball ankündigen.
Ball im roten oder gelben Strafraum
Wenn zulässig, ohne Strafschlag aus der Lage spielen – oder Erleichterung nach Regel 17 mit einem Strafschlag wählen; seitliche Erleichterung gibt es nur bei Rot.
Wer ist an der Reihe?
Normale Reihenfolge beachten; im Zählspiel ist sicheres, verantwortungsbewusstes Ready Golf möglich. Im Lochspiel hat die Reihenfolge besondere Regelwirkung.

Golfetikette · Menschen und Platz

Vor dem Schlag
Schwungbereich und mögliche Ballflugbahn prüfen; erst schlagen, wenn niemand gefährdet wird. Bei drohender Gefahr sofort „Fore!“ rufen.
Während der Runde
Vorbereitet sein, zügig weitergehen und andere beim Schlag nicht ablenken; Spieltempo niemals vor Sicherheit stellen.
Nach dem Schlag
Ballmarken auf Grüns ausbessern, Bunkerspuren glätten, Divots nach Platzvorgabe behandeln und Fahrbeschränkungen respektieren.

Diese Übersicht dient der schnellen Einordnung. Bei einer konkreten Regelsituation gelten die vollständigen Golfregeln, die Spielform und gegebenenfalls anwendbare Platzregeln.

Die Golfregeln legen für ein faires Spiel fest, was erlaubt, vorgeschrieben oder strafbar ist. Die Golfetikette betrifft vor allem Sicherheit, Spieltempo, Rücksichtnahme und Platzpflege. Beides greift während einer Runde ineinander.

Spielform, anwendbare Platzregeln und gegebenenfalls ein Verhaltenskodex können die konkreten Anforderungen beeinflussen. Nicht jede Platzgepflogenheit ist eine allgemeingültige Golfregel.

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Inhaltsverzeichnis

Regeln für das Spielen des Balls und die Zugreihenfolge

Vor dem Ausführen eines Schlags sollte ein Anfänger normalerweise den Platz so spielen, wie er vorgefunden wird, den Ball so spielen, wie er liegt, und die normale Zugreihenfolge einhalten, sofern eine Regel eine andere Vorgehensweise erlaubt oder verlangt.

Erleichterung kann ändern, wo oder wie der Ball gespielt wird, während die Spielform beeinflussen kann, wie streng die normale Zugreihenfolge gilt.

Das Bild zeigt die Grundsituation: Ein Golfer spricht den Ball dort an, wo er liegt, während ein anderer Spieler sicher wartet, bis er an der Reihe ist.

Golfanfänger spielt den Ball, wie er liegt, während ein anderer Spieler wartet

Nach Regel 1.1 der Golfregeln von The R&A wird der Platz grundsätzlich so gespielt, wie er vorgefunden wird, und der Ball so, wie er liegt. Ausnahmen gelten, wenn eine andere Regel ein abweichendes Vorgehen erlaubt oder verlangt.

Regel 6.4 legt die normale Zugreihenfolge fest: Auf dem Abschlag entscheidet die Ehre, nach Beginn des Lochs spielt grundsätzlich zuerst, wessen Ball am weitesten vom Loch entfernt ist.

Zulässige Erleichterung ändert die Standardvorgehensweise nur, wenn die anzuwendende Regel dieses Verfahren vorsieht.

Im Zählspiel erlaubt und fördert Regel 6.4 Ready Golf, wenn das Spielen außerhalb der normalen Reihenfolge sicher und verantwortungsbewusst erfolgt.

Diese Bedingungen bestimmen das richtige Vorgehen vor dem nächsten Schlag:

Während einer ersten Runde sollte ein Spieler zuerst prüfen, ob der Ball so zu spielen ist, wie er liegt, oder ob eine Erleichterungsregel das Vorgehen ändert, und dann klären, wer normalerweise an der Reihe ist.

Wenn die Gruppe im Zählspiel nach Ready Golf verfährt, darf der Spieler vor jemandem spielen, der sonst an der Reihe wäre, sofern dies sicher und verantwortungsbewusst ist.

Den Ball so spielen, wie er liegt

Das Grundprinzip ist, den Ball so zu spielen, wie er liegt, sofern eine Golfregel ein anderes Verfahren erlaubt oder verlangt.

Nach Regel 9.1 der Golfregeln von The R&A gilt dieses Grundprinzip auch bei einer schwierigen Lage. Eine ungünstige Lage allein berechtigt nicht zur Erleichterung.

Das Bild zeigt einen Ball, der in einer ungünstigen Lage natürlich ruht; die vorhandene Position bleibt der Ausgangspunkt für die Entscheidung, welche Handlung erlaubt ist.

Golfball in einer schwierigen Lage zur Veranschaulichung des Prinzips, den Ball so zu spielen, wie er liegt

Ein Ball, der in hohem Gras oder einer anderen ungünstigen Lage natürlich ruht, bleibt normalerweise für den nächsten Schlag in dieser Lage, sofern eine andere Regel ein erlaubtes Verfahren vorsieht.

Regel 8.1 beschränkt Handlungen, die die den Schlag beeinflussenden Bedingungen verbessern. Verändern Sie die Umgebung des Balls nicht unerlaubt, nur um den nächsten Schlag zu erleichtern.

Keine Erleichterungsregel anwendbar
Akzeptieren Sie auch eine unangenehme Lage und vermeiden Sie Handlungen, die die Bedingungen für den Schlag unerlaubt verbessern.
Erleichterung erlaubt oder vorgeschrieben
Befolgen Sie das konkret geltende Erleichterungsverfahren, bevor Sie weiterspielen. Die Schwierigkeit der Lage allein genügt dafür nicht.

Zugreihenfolge und Ready Golf

Auf den folgenden Abschlägen richtet sich die Ehre danach, wer das vorherige Loch gewonnen beziehungsweise im Zählspiel das bessere Ergebnis erzielt hat; bei Gleichstand bleibt die bisherige Reihenfolge bestehen (Regel 6.4).

Das Bild zeigt Golfer an unterschiedlichen Positionen, damit die normale Zugreihenfolge und eine sichere Ready-Golf-Situation unterschieden werden können.

Zugreihenfolge und Ready Golf für Golfanfänger veranschaulicht

Ob die übliche Zugreihenfolge angepasst werden darf und welche Folge ein Schlag außerhalb der Reihenfolge hat, hängt von der Spielform ab:

Zählspiel: normale Reihenfolge
Nach Beginn eines Lochs spielt normalerweise zuerst, wessen Ball am weitesten vom Loch entfernt ist.
Zählspiel: Ready Golf
Spieler dürfen zur Förderung des Tempos außerhalb der Reihenfolge spielen, wenn das sicher, verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll erfolgt.
Lochspiel
Die Reihenfolge hat Regelwirkung: Ein Gegner kann einen außerhalb der Reihenfolge ausgeführten Schlag unter den Voraussetzungen von Regel 6.4a annullieren und wiederholen lassen.

Häufige Strafsituationen auf dem Platz

Bevor Sie sich für ein Straf- oder Erleichterungsverfahren entscheiden, bestimmen Sie den Ballstatus: verloren außerhalb eines Strafraums, außerhalb des Platzes oder in einem Strafraum.

Laut den Golfregeln von The R&A fallen verlorene Bälle und Bälle außerhalb des Platzes grundsätzlich unter Regel 18 mit Schlag und Distanzverlust, während ein Ball in einem Strafraum nach Regel 17 behandelt wird.

Das Bild trennt den Status außerhalb der Platzgrenze vom Status im Strafraum, während die Tabelle darstellt, wie jede Situation erkannt wird, was die grundlegende nächste Handlung ist und welches Straf- oder Erleichterungskonzept gilt.

Häufige Strafsituationen auf dem Platz mit Darstellung eines Balls außerhalb des Platzes und eines Strafraums
Situation Woran man sie erkennt Grundlegende nächste Handlung Straf-/Erleichterungskonzept
Verloren außerhalb eines Strafraums Der Ball wird innerhalb der dreiminütigen Suchzeit nicht gefunden, und es ist weder bekannt noch so gut wie sicher, dass eine andere Regel auf den fehlenden Ball zutrifft. Nehmen Sie Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust und spielen Sie von dem Ort, an dem der vorherige Schlag ausgeführt wurde. Ein Strafschlag nach dem Verfahren mit Schlag und Distanzverlust.
Außerhalb des Platzes Der gesamte Ball liegt außerhalb der Grenze des Platzes. Nehmen Sie Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust und spielen Sie von dem Ort, an dem der vorherige Schlag ausgeführt wurde. Ein Strafschlag nach dem Verfahren mit Schlag und Distanzverlust.
Ball in einem Strafraum Der Ball liegt in einem als rot oder gelb markierten Strafraum, oder es ist bekannt oder so gut wie sicher, dass er dort zur Ruhe gekommen ist, selbst wenn er nicht gefunden wurde. Spielen Sie den Ball, wie er liegt, wenn dies erlaubt ist, oder nutzen Sie eine verfügbare Erleichterungsoption nach Regel 17. Das Spielen des Balls, wie er liegt, ist straffrei; die Inanspruchnahme von Strafraum-Erleichterung kostet einen Strafschlag.

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass ein verlorener Ball außerhalb eines Strafraums und ein Ball außerhalb des Platzes Schlag und Distanzverlust erfordern, während für einen Strafraum ein separates Erleichterungssystem gilt.

Nach Regel 18 bedeutet Schlag und Distanzverlust, einen Strafschlag hinzuzurechnen und von dem Ort zu spielen, an dem der vorherige Schlag ausgeführt wurde.

Regel 17 erlaubt einem Spieler, dessen Ball in einem Strafraum liegt, den Ball, wie er liegt, zu spielen, wenn dies erlaubt ist, oder eine verfügbare Erleichterungsoption für einen Strafschlag zu nutzen; rote und gelbe Strafräume bieten unterschiedliche Erleichterungsoptionen.

Die hier relevante Auswirkung auf das Ergebnis ist begrenzt: Schlag und Distanzverlust addiert einen Strafschlag und erfordert einen weiteren Schlag vom vorherigen Ort, während die Inanspruchnahme von Strafraum-Erleichterung ebenfalls einen Strafschlag addiert, aber einen anderen erlaubten Ort nutzen darf.

Strafschläge verändern das Ergebnis: Für die genaue Ergebnisrechnung ist entscheidend, wie viele Schläge tatsächlich ausgeführt und wie viele Strafschläge zusätzlich angerechnet wurden.

Verlorene Bälle, Bälle außerhalb des Platzes und provisorische Bälle

Wenn ein Ball außerhalb eines Strafraums verloren sein könnte oder außerhalb des Platzes liegen könnte, darf ein provisorischer Ball gespielt werden, um Zeit zu sparen, während das Verfahren mit Schlag und Distanzverlust gewahrt bleibt.

Nach Regel 18.3 ist ein provisorischer Ball nur vorgesehen, wenn der ursprüngliche Ball außerhalb eines Strafraums verloren oder im Aus sein könnte. Kann er ausschließlich in einem Strafraum liegen, ist kein provisorischer Ball zulässig.

Der Spieler muss den provisorischen Ball ansagen, bevor er einen Schlag darauf ausführt, und anschließend anhand der späteren Suche und des Ballstatus bestimmen, welcher Ball im Spiel bleibt.

Zum Beispiel kann ein Spieler nach einem Abschlag, der möglicherweise die Grenze nach außerhalb des Platzes überquert hat, einen provisorischen Ball von der vorherigen Stelle ansagen und spielen, bevor er nach vorne geht, um zu suchen.

  1. Sagen Sie vor dem Spielen eines anderen Balls jemandem an, dass es sich um einen provisorischen Ball handelt, indem Sie das Wort „provisorisch“ verwenden oder anderweitig deutlich machen, dass dieser Ball nach Regel 18.3 vorläufig gespielt wird.
  2. Spielen Sie den provisorischen Ball nach dem Verfahren mit Schlag und Distanzverlust von der vorherigen Stelle und gehen Sie dann nach vorne, um den Status des ursprünglichen Balls zu bestimmen.
  3. Suchen Sie nach dem ursprünglichen Ball. Nach Regel 18.2 beginnt die dreiminütige Suchzeit, wenn der Spieler oder sein Caddie mit der Suche beginnt; wird der ursprüngliche Ball innerhalb dieser Zeit nicht gefunden, gilt er nach dieser Regel als verloren.
  4. Überprüfen Sie den Ballstatus, bevor Sie weiterspielen. Wird der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit innerhalb des Platzes und außerhalb eines Strafraums gefunden, während der provisorische Ball noch provisorischen Status hat, geben Sie den provisorischen Ball auf und spielen Sie mit dem ursprünglichen Ball weiter; ist der ursprüngliche Ball außerhalb eines Strafraums verloren oder liegt er außerhalb des Platzes, spielen Sie nach Schlag und Distanzverlust mit dem provisorischen Ball als Ball im Spiel weiter. Wichtig: Wird der provisorische Ball von einer Stelle gespielt, die näher am Loch liegt als die geschätzte Stelle des ursprünglichen Balls, wird der provisorische Ball zum Ball im Spiel; der ursprüngliche Ball darf dann nicht mehr gespielt werden. Solange der provisorische Ball noch provisorisch ist, muss er ebenfalls aufgegeben werden, wenn der ursprüngliche Ball in einem Strafraum gefunden wird oder es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er dort liegt; dann gilt Regel 17.

Ein Spieler macht den ursprünglichen Ball nicht allein dadurch verloren, dass er sagt, er sei verloren; sein Status richtet sich nach den Bedingungen in Regel 18, einschließlich der dreiminütigen Suchzeit.

Ein Komitee darf eine anwendbare Platzregel erlassen, die in bestimmten Umständen ein alternatives Verfahren vorsieht, aber das ändert nichts an den grundlegenden Regeln für verlorene Bälle, Bälle außerhalb des Platzes und provisorische Bälle.

Der provisorische Ball spart vor allem die Zeit, zur vorherigen Stelle zurückzukehren, wenn letztlich Schlag und Distanzverlust erforderlich sind.

Strafräume und grundlegende Erleichterungsoptionen

Wenn ein Ball in einem Strafraum liegt, hängt die verfügbare Erleichterung davon ab, ob es sich um einen roten oder einen gelben Strafraum handelt und, bei einigen Erleichterungsoptionen, von dem Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze des Strafraums überquert hat.

Der Spieler darf den Ball so spielen, wie er liegt, ohne Erleichterung in Anspruch zu nehmen, oder eine verfügbare Erleichterungsmethode für einen Strafschlag wählen.

Nach Regel 17.1d stehen sowohl für rote als auch für gelbe Strafräume die Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust und die Erleichterung auf der Linie zurück zur Wahl. Nur bei einem roten Strafraum ist außerdem seitliche Erleichterung möglich.

Gehen Sie in der folgenden Reihenfolge vor, um ein zulässiges Verfahren auszuwählen.

  1. Prüfen Sie, ob der Ball im Strafraum liegt, und stellen Sie fest, ob der Bereich als rot oder gelb festgelegt ist. Entscheidet sich der Spieler dafür, den Ball so zu spielen, wie er liegt, wird keine Strafraum-Erleichterung in Anspruch genommen.
  2. Wenn Erleichterung in Anspruch genommen wird, kommt ein Strafschlag hinzu. Die Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust erlaubt dem Spieler, in einem Erleichterungsbereich zu spielen, der auf dem Ort des vorherigen Schlags beruht, und steht für beide Farben zur Verfügung.
  3. Bei der Erleichterung auf der Linie zurück bestimmen Sie den geschätzten Kreuzungspunkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze des Strafraums überquert hat, und belassen diesen Punkt zwischen dem Loch und dem Ort, an dem der Ball gedroppt wird. Diese Option steht für rote und gelbe Strafräume gleichermaßen zur Verfügung.
  4. Wenn der Strafraum rot ist, kann der Spieler stattdessen die seitliche Erleichterung in Anspruch nehmen, wobei der geschätzte Kreuzungspunkt als Bezugspunkt dient. Diese weitere seitliche Erleichterungsoption gilt nach der Standardregel nicht für einen gelben Strafraum. Der Erleichterungsbereich reicht bis zu zwei Schlägerlängen vom geschätzten Punkt des letzten Grenzübertritts; er darf nicht näher am Loch liegen und nicht im selben Strafraum sein.

Richten Sie sich bei der Strafraumfarbe und der Grenze nach den Festlegungen oder Markierungen des Platzes, und wenden Sie eine anwendbare Platzregel nur an, wenn sie das platzspezifische Verfahren ändert.

Beispielsweise können sonst vergleichbare Schläge, die in rote und gelbe Strafräume gelangen, zu unterschiedlichen Erleichterungswahlmöglichkeiten führen, weil der rote Strafraum die weitere seitliche Option bereitstellt.

Der grundlegende Unterschied zwischen Rot und Gelb lautet:

Spieltempo und Rücksichtnahme auf andere Spieler

Gutes Spieltempo bedeutet, spielbereit zu sein, sich zwischen den Schlägen zügig zu bewegen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden, während weiterhin Rücksicht auf andere Spieler genommen wird.

Schnelleres Spiel ist nicht das Ziel für sich allein; jeder Spieler sollte vorbereitet bleiben, ohne jemanden abzulenken, der gerade einen Schlag ausführt.

Ready Golf kann im Zählspiel den Ablauf der Gruppe unterstützen, wenn es sicher und verantwortungsbewusst erfolgt.

Eine feste Rundenzeit passt nicht zu jedem Platz. Richten Sie Ihr Tempo nach den Spielzeitvorgaben des Platzes und halten Sie möglichst Anschluss an die vorausspielende Gruppe, ohne Sicherheitsabstände oder die Konzentration anderer zu missachten.

Wenn ein Golfer in einer Gruppe sich vorbereitet, während die anderen zügig zu ihren eigenen Bällen gehen und bei jedem Schlag ruhig bleiben, kann die Gruppe ein angemessenes Tempo halten, ohne zu hetzen.

Der praktische Maßstab ist rücksichtsvolles, effizientes Spiel, das vermeidbare Verzögerungen begrenzt und dabei andere Spieler sowie die Platzbedingungen respektiert.

Sicherheit auf dem Golfplatz bei Schlägen und anderen Spielern

Sicherheit hat Vorrang vor Spieltempo und Schlagvorbereitung. Prüfen Sie vor jedem Schlag und Übungsschwung den Bereich um den Schläger und die mögliche Ballflugbahn.

Ein pauschaler Sicherheitsabstand in Metern wäre irreführend: Entscheidend sind Ihre mögliche Schlagweite samt Streuung, die Platzbedingungen und die Position der anderen Spieler. Warten Sie, bis niemand gefährdet werden kann.

Gefahr erkennen → richtig handeln

Spieler vor Ihnen könnten getroffen werden
Nicht schlagen. Warten, bis die Gruppe sicher außerhalb der möglichen Reichweite und Flugbahn ist.
Jemand steht im Schwungbereich
Auch Rückschwung und Schlägerweg prüfen; den Übungs- oder Golfschwung erst beginnen, wenn alle sicher stehen.
Ein anderer Spieler schlägt
Außerhalb dessen Schwungbereichs und der möglichen Ballflugbahn bleiben; nicht in eine gefährliche oder ablenkende Position wechseln.
Ein Ball fliegt unkontrolliert auf Menschen zu
Sofort und deutlich „Fore!“ rufen, sobald die Gefahr erkennbar ist – nicht erst die Landung abwarten.

Wenn zum Beispiel ein Abschlag in Richtung von Golfern auf einem benachbarten Loch fliegt, ist die unmittelbare Handlung, sobald die Gefahr erkennbar ist, „Fore!“ zu rufen, statt abzuwarten, wo der Ball aufkommt.

Die Warnung ist eine Sicherheitsmaßnahme; sie begründet für sich genommen weder eine Schuldzuweisung noch eine Strafe nach den Golfregeln.

Die weiterführende Wahl des Schlags gehört zum Lernen, auf dem Golfplatz bessere Entscheidungen zu treffen, während dieser Abschnitt darauf ausgerichtet bleibt, das unmittelbare Risiko durch einen Schlag oder Schwung zu verringern.

Pflege von Grüns, Bunkern und Fairways

Platzpflege bedeutet, jede Spielfläche in einem geeigneten Zustand für die nachfolgenden Gruppen zu hinterlassen.

Die Golfregeln von The R&A bezeichnen die Sorge für den Platz als erwartetes Verhalten der Spieler, einschließlich des Zurücklegens von Divots, des Glättens von Bunkern und des Reparierens von Ballmarken.

Auf einem Grün, in einem Bunker oder auf einem Fairway besteht die praktische Verantwortung darin, während des normalen Spiels verursachte Schäden zu reparieren oder zu begrenzen.

Platzspezifische Anweisungen können festlegen, wie ein Divot behandelt wird oder wo ein Cart oder Trolley fahren darf.

Die passende Pflegemaßnahme hängt von der betroffenen Stelle des Platzes ab:

Ein Spieler, der eine frische Ballmarke repariert und die nach einem Bunkerschlag hinterlassenen Fußspuren glättet, verhindert, dass diese Spuren zu einem vermeidbaren Problem für die nachfolgende Gruppe werden.

Das Ziel ist nicht, Platzinstandhaltung durchzuführen, sondern Grüns, Bunker, Fairways und Verkehrsflächen nach dem Spiel in einem angemessenen, gemeinschaftlichen Platzzustand zu hinterlassen.

Häufige Regel- und Etikettefehler von Anfängern

Häufige Regel- und Etikettefehler von Anfängern entstehen meist, wenn ein Spieler eine Regel falsch anwendet oder eine Verantwortung auf dem Platz übersieht, die bereits im normalen Spiel erforderlich ist.

Manche Fehler können eine formelle Regelkonsequenz nach sich ziehen, während andere sich vor allem auf Spieltempo, Sicherheit, Rücksichtnahme auf andere Spieler oder die Platzpflege auswirken.

Eine sinnvolle Reaktion ist, die Situation zu erkennen, ihre wahrscheinliche Konsequenz zu verstehen und die Korrekturmaßnahme zu ergreifen, die zum Regel- oder Etiketteproblem passt.

Nach den Golfregeln von The R&A hängt die anwendbare Konsequenz von der jeweiligen Regel, der Spielform und den Umständen ab, statt dass jeder Fehler dieselbe Strafe nach sich zieht.

Die folgenden Fälle zeigen jeweils das Erkennungsmerkmal, die mögliche Folge und die passende Korrektur:

Ein formeller Regelverstoß unterscheidet sich von einem Etikettefehler: Das Verbessern eines geschützten Zustands oder das Anwenden des falschen Erleichterungsverfahrens kann die Golfregeln betreffen, während unnötige Verzögerung, Ablenkung oder mangelhafte Platzpflege vor allem das erwartete Verhalten betreffen können, sofern nicht eine bestimmte Regel oder ein Verhaltenskodex ebenfalls gilt.

Diese Korrekturen gehören in den übergeordneten Lernprozess von Golf für Anfänger, aber das unmittelbare Ziel hier ist, Regel- und Etikettefehler zu erkennen, bevor sie zu wiederkehrenden Gewohnheiten werden.